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Radsport-Profis

Oft wird als Argument für das Helmtragen angeführt, daß auch die Profis Helme tragen -- und diese müssten schließlich wissen, was gut für sie ist.

Der Radsport-Verband UCI hatte im Mai 2003 die Helmpflicht für Rennveranstaltungen der Profis eingeführt. Bis dahin fuhr der Großteil der Profis ohne Helm, aber da ein nicht-Tragen fortan einem Berufsverbot gleichkommt, haben sich letzendlich alle diesem Obligatorium gebeugt.

Betrachtet man Bilder von Radsport-Profis beim Training, findet man auch heute noch eine große Anzahl, die ohne Helm fahren. So beispielsweise auch Jan Ullrich, der auf einer Trainingsfahrt vor der 2005er Tour de France ohne Helm die Heckscheibe des PKW seines Trainers demolierte.

Risiko Rennen?

Das wohl bekannteste Beispiel einer grossen Radsport-Veranstaltung ist zweifelsohne die Tour de France. Dort kommt es immer wieder zu spektakulären Massenstürzen, aber auch einzelne Fahrer haben Unfälle. Diese Stürze verursachen zumeist Schürfwunden, oft auch Prellungen oder Knochenbrüche.

In der über 100jährigen Geschichte dieses Rennens sind aber lediglich 4 Todesfälle zu beklagen:

(aus dem BROCKHAUS-Artikel zur TdF, Absatz "Unfälle")

Wenn man nun einmal zusammenrechnet, wieviele Kilometer alle Fahrer der Tour zusammen in einem einzigen Jahr fahren, und dazu die Häufigkeit schwerer und tödlicher Unfälle in Relation setzt -- wie gefährlich erscheint Radsport dann?

Quellenangabe

Beschluß der UCI zur Helpflicht (englisch)
Ullrichs Heckscheiben-Sturz auf rennrad-news.com
Tour de France - offizielle Web-Site (englisch)
Artikel zur Tour de France auf BROCKHAUS online, mittlerweileleider nicht mehr online verfügbar